Neue Prognoseverfahren in der Geophysik | Entwicklung und Anwendung von Verfahren zur Erdbebenvorhersage
Einleitung
Die Bedeutung von Erdbeben und deren Folgewirkungen hat in den letzten Jahrzehnten weltweit zugenommen. Besonders einschneidende Beispiele dafür sind das Tsunami-Erdbeben an Weihnachten 2004 in Indonesien, das Erdbeben in Pakistan im Oktober 2005 , Haiti Januar 2010 sowie ganz aktuell Chile am 27. Februar. Durch die immer größere Verdichtung von Siedlungs- und Wirtschaftsräumen werden in Zukunft die Ausmaße der direkten und indirekten Schäden zunehmen. Umso gravierender ist der Umstand, dass die etablierte Wissenschaft bis heute keineverlässlichen Prognoseverfahren für katastrophale Erdbeben anzubieten hat. Ein System zur Vorhersage derartiger Ereignisse, das zuverlässig funktioniert und rechtzeitig auf bevorstehende Erdbeben hinweist, ist derzeit nicht vorhanden.Ziel des Projektes „Neue Prognoseverfahren in der Geophysik“ ist die zügige Weiterentwicklung und praxisgerechte Umsetzung von zuverlässigen Verfahren zur Erdbebenvorhersage, die sich aus der langjährigen interdisziplinären Forschung des Projektinitiators herauskristallisieren und immer deutlicher Gestalt annehmen.
Stand des Wissens
Die anerkannten seismologischen Forschungseinrichtungen sind bis heute nicht in der Lage, Erdbeben zeitlich und räumlich exakt vorherzusagen. Derzeit ist es der Seismologie
nicht möglich, die am Entstehen der Erdbeben beteiligten physikalischen Prozesse zu quantifizieren.Bestenfalls kann die Standardseismologie statistische Wahrscheinlichkeiten für das Auftreten eines Erdbebens in einer bestimmten Region angeben. Eine Studie der Stanford University von 2002 kommt allerdings zu dem Schluss, dass dieses Standard-Modell zur langfristigen Erdbebenprognose, das in erdbebengefährdeten Regionen zur Gefährdungseinschätzung angewendet wird, unzureichend ist, da es bereits im einfachsten Fall (Parkfield, Kalifornien) nicht funktioniert hat.Die Forschungsansätze seitens der weltweit anerkannten Einrichtungen auf dem Gebiet der Seismologie unterliegen der Prämisse, dass Erdbeben grundsätzlich nicht vorhersagbar sind. Ein schlüssiger Beweis für diese grundlegende Annahme wurde bisher nicht vorgelegt. Vielmehr bestätigen die ersten Ergebnisse der Studien des Projektinitiators die Möglichkeit einer Erdbebenvorhersage.
Neues Verständnis von Erdbebenvorgängen
Aus der Forschung des Projektinitiators ergibt sich nun ein vollständig neues Verständnis
von Erdbebenvorgängen. Danach treten Erdbeben, entgegen der gängigen Lehrmeinung nicht zufällig auf, sondern sie folgen einem Regelwerk, dessen grundlegende Zusammenhänge durch die neuen Erkenntnisse soweit verstanden sind, dass bereits jetzt Vorhersagen seismischer Ereignisse möglich sind. Die Genauigkeit der Vorhersagen steigt seit der Entdeckung von Ordnung im Auftreten von Erdbeben kontinuierlich an und die Quote an Fehlprognosen nimmt gleichzeitig ab. Die Parameter Ort, Zeit, Stärke können näherungsweise angegeben werden. Die Genauigkeit und Zuverlässigkeit hängen dabei vom jeweils eingesetzten Vorhersageverfahren ab und natürlich auch von der Qualität des verwendeten Datenmaterials.Die neuen Erkenntnisse über die Natur seismischer Ereignisse verlassen den engen Rahmen der Seismologie und werfen ein völlig neues Licht auf das globale Erdbebengeschehen. Sie vermeiden die gravierenden Widersprüche und Mängel der gegenwärtigen Erklärungsmodelle der Geophysik und stellen alle Erdbeben in einen globalen Zusammenhang.
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